Schöne Fotos sind gut. Wenn man danach aber immer noch nicht weiß, wie man vom Schlafzimmer ins Bad kommt, fehlt etwas. Genau dafür ist der Grundriss da.
Ob der nun in 2D oder 3D sein muss? Kommt darauf an, was er erklären soll. Aufwendiger ist nicht automatisch hilfreicher.
Bei Kauppe Visuals bereite ich vorhandene Vorlagen grafisch auf: als unbemaßte 2D- und 3D-Grundrisse für die Vermarktung. Ein Aufmaß vor Ort, bemaßte Planunterlagen oder eine Wohnflächenberechnung gehören nicht dazu.
2D: Klar sehen, wo was ist
Ein 2D-Grundriss zeigt die Immobilie von oben. Räume, Wände, Türen und Fenster lassen sich übersichtlich zuordnen. Ohne viel Drumherum.
Das ist hilfreich, wenn Interessenten vor allem die Aufteilung verstehen möchten:
- Welche Räume liegen nebeneinander?
- Wo sind die Zugänge?
- Gibt es Durchgangszimmer?
- Wie sind die Etagen aufgeteilt?
Für ein Immobilienportal oder ein klassisches Exposé reicht das oft völlig aus. Auch in kleiner Darstellung bleibt ein gut aufbereiteter Plan übersichtlich. Man muss nicht erst herausfinden, ob das graue Rechteck eine Wand oder ein Sofa ist.
3D: Wenn man sich Räume besser vorstellen möchte
Nicht jeder liest regelmäßig Grundrisse. Eine räumliche Darstellung kann den Einstieg leichter machen. Möbel und Oberflächen geben eine Vorstellung davon, wie die Räume wirken könnten.
Das kann zum Beispiel hier helfen:
- Bei Neubauprojekten und der Bauträgervermarktung.
- Auf einer ausführlichen Objektseite.
- In Präsentationen oder auf Social Media.
- Bei leeren Räumen, deren Nutzung schwer vorstellbar ist.
Wichtig: Gezeigte Möbel oder Materialien sind nicht automatisch vorhandene oder mitverkaufte Ausstattung. Wenn etwas nur ein Einrichtungsvorschlag ist, sollte das deutlich sein.
Ein 3D-Grundriss wirkt anschaulicher. Für die schnelle Übersicht kann 2D trotzdem besser passen. Mehr räumliche Wirkung bedeutet eben nicht automatisch mehr Information.
Beides zusammen? Kann passen.
Bei einem größeren Projekt können sich die Varianten ergänzen. Der 2D-Plan erklärt die Aufteilung. Die 3D-Ansicht hilft, sich die Räume vorzustellen.
Beide müssen aber zusammenpassen. Gleiche Räume, gleiche Bezeichnungen, gleicher Stand. Zwei hübsche Pläne, die sich widersprechen, machen die Sache nicht besser.
Die Vorlage muss stimmen
Als Grundlage kommen vorhandene Baupläne, Skizzen oder ältere Exposés infrage. Wichtig ist, dass alles lesbar und die Aufteilung noch aktuell ist.
Wurde eine Wand entfernt oder eine Tür versetzt, gehört das vor der Bearbeitung auf den Tisch. Und wenn etwas unklar ist, frage ich nach. Einen fehlenden Raum denkt man sich nicht mal eben dazu.
Die aufbereiteten Grundrisse dienen der Orientierung und der visuellen Vermarktung. Sie bleiben unbemaßt und sind keine maßverbindlichen Bau- oder Ausführungspläne. Sie ersetzen weder ein fachgerechtes Aufmaß noch eine Wohnflächenberechnung oder eine technische beziehungsweise baurechtliche Prüfung.
Wer verlässliche Maße, Flächenangaben oder technische Unterlagen benötigt, braucht dafür ein geeignetes Fachbüro. Ein ordentlich gezeichneter Plan macht aus einer unsicheren Vorlage noch keine geprüfte Grundlage.
Mehr zur Aufbereitung finden Sie unter Digitale Objektaufbereitung.
Fotos und Grundriss gehören zusammen
Im Idealfall hilft der Plan dabei, die Fotos einzuordnen. Nach dem Blick ins Wohnzimmer versteht man, wo die Terrasse liegt und welcher Raum sich nebenan befindet.
Deshalb lohnt sich ein gemeinsamer Blick auf Bildauswahl, Reihenfolge und Plan. Welche weiteren Medien helfen können, steht bei meinen Leistungen. Alles auf einmal muss es nicht sein.
Mein Fazit: Verständlich muss es sein
Wenn die Aufteilung im Vordergrund steht, ist 2D oft die passende Wahl. Wenn die räumliche Vorstellung Unterstützung braucht, kann 3D dazukommen.
Sie haben einen alten Grundriss und wissen nicht, ob sich damit etwas anfangen lässt? Schicken Sie mir Ihre Vorlage. Dann schauen wir, was daraus werden kann und was vorher noch geklärt werden muss.